Bundesvorsitzender besucht die Lebenshilfe Ostallgäu
Zu einem Informationsbesuch kam der Bundesvorsitzende der Lebenshilfe Deutschland, Robert Antretter, in die neue Interdisziplinäre Frühförderstelle in Marktoberdorf und machte sich im Gespräch mit der Geschäftsleitung und Mitarbeitern ein Bild von der Umsetzung der frühen Förderung in Bayern. Er war sichtlich angetan von der Qualität und menschlichen Wärme, mit der hier gearbeitet wird.
Insgesamt sei wichtig, so der Bundesvorsitzende, dass Menschen mit Behinderung eine Wahlmöglichkeit haben und nicht zum Besuch spezieller Einrichtungen gezwungen werden. Deshalb zeigte er sich davon beeindruckt, welche unterschiedlichen Angebote die Lebenshilfe Ostallgäu bereits in Richtung Inklusion anbietet.
Im Gespräch mit den Mitarbeitern wurde aber auch deutlich, dass es noch ein langer Weg hin zur Verwirklichung von Inklusion sein wird. So gibt es bei der alltäglichen Versorgung von Menschen mit Behinderung noch immer erhebliche Probleme, häufig mit der Finanzierung. Aber auch bei ethischen Fragen, wie die Diskussion um die Präimplantations-Diagnostik zeigt, gebe es nach wie vor grundsätzlichen Klärungsbedarf. Das Lebensrecht behinderter Menschen dürfe auf keinen Fall in Frage gestellt werden. Der Bundesverband der Lebenshilfe werde sich auch in Zukunft dafür einsetzen, so Robert Antretter, dass sich die Lebenssituation behinderter Menschen weiter verbessert.

