Petition im Landtag eingereicht

11.06.2021 13:32

Petition der Lebenshilfe im Landtag eingereicht
Mittlerweile über 2.000 Stimmen für ein Sozialpädiatrisches Zentrum in Kaufbeuren

Um in die stockenden Verhandlungen für ein Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) in Kaufbeuren Bewegung zu bekommen, startete der Vorstand der Lebenshilfe Ostallgäu vor rund sieben Wochen eine Online-Petition. In dieser kurzen Zeit haben über 2.000 Unterstützter online unterzeichnet. Die Petition konnte vor kurzem im Bayerischen Landtag eingereicht werden, der Ausschuss für Gesundheit und Pflege wir nun darüber beraten und Beschluss fassen. „Wir sind überwältigt von der großen Wirkung. Es zeigt klar, wie brisant und notwendig das Thema ist,“ zeigt sich Wolfgang Neumayer, 1. Vorsitzender der Lebenshilfe Ostallgäu, begeistert von der positiven Resonanz.

Die Lebenshilfe und das Klinikum Kaufbeuren bemühen sich seit über drei Jahren um die gemeinsame Trägerschaft eines SPZ in Kaufbeuren. In einem SPZ werden Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 18 Jahren mit chronischen oder komplexen Erkrankungen individuell und mit ihren Familien betreut, insbesondere, wenn Störungen der Entwicklung drohen. Ein SPZ verfolgt dabei einen ganzheitlichen Therapieansatz: Teams aus Ärzten, Psychologen, Fachtherapeuten (Logopäden, Physiotherapeuten) und Pädagogen berücksichtigen die gesamte Lebenssituation der Patienten und unterstützen deren Entwicklung zusammen mit ihren Familien. Schlussendlich können alle Leistungen unter einem Dach erbracht werden. Obwohl im Bezirk Schwaben eine deutliche Unterversorgung besteht - anstelle der rein rechnerisch vier nötigen sind nur zwei SPZs vorhanden – und Eltern bis zu 16 Monate auf einen Termin bei einem bestehenden SPZ warten, wurde der Antrag der Lebenshilfe und des Klinikums in erster Instanz abgelehnt. Die Begründung des Zulassungsausschusses, der paritätisch aus Vertretern der Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigung besetzt ist: Der Bedarf sei nicht ausreichend, Fahr- und Wartezeiten für Familien aus der ländlichen Region zumutbar. „Wir und die betroffenen Familien hängen seit Jahren vollkommen in der Luft. Die Versorgungsengpässe, die durch lange Wartezeiten entstehen, können später nicht mehr rückgängig gemacht werden “ zeigt sich Wolfgang Neumayer frustriert. Zumal in Kaufbeuren alle Voraussetzungen bereits vorhanden seien: „Wirtschaftlich, personell und qualitativ könnte ein solches Fachzentrum am Klinikum sofort starten.“

Auch weiterhin zählt jede einzelne Stimme, um die Realisierung eines SPZ in Kaufbeuren zu unterstützten. Die Online-Petition kann unter www.openpetion.de, Stichwort Lebenshilfe Ostallgäu, unterzeichnet werden.

 

Pressemitteilung vom 11. Juni 2021

 

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